04.01.2011

Sixt:

20 Stationen in Südkorea

 

Zu Jahresbeginn startet Sixt ein umfassendes Angebot von Vermiet-, Limousine- und Leasingservices in Südkorea. Mittelfristiges Ziel sei, mit integrierten Mobilitätskonzepten in einem der wirtschaftlich dynamischsten Länder Asiens einen bedeutenden Marktanteil zu erreichen, hieß es in einer Mitteilung. Franchisepartner vor Ort ist ein inhabergeführtes Unternehmen aus der Mobilitätsbranche.



An 20 Stationen können Sixt-Kunden nun in allen wichtigen Wirtschaftsregionen Südkoreas Autos mieten. Vor allem für internationale Unternehmen biete die flächendeckende Präsenz von Sixt erhebliche Vorzüge. Der Autovermieter könne damit flexible und maßgeschneiderte Lösungen für professionelle Mobilitätsanforderungen realisieren.



Aufgrund der guten ökonomischen Perspektiven stelle Südkorea für Sixt einen aussichtsreichen Markt dar. Noch 2011 wolle der Autovermieter das Stationsnetzwerk weiter ausbauen, hieß es. Neben Fahrzeugen einheimischer Hersteller werden auch Modelle von Audi, BMW, Mercedes und Porsche vermietet. Neben der Autovermietung können Sixt-Kunden auch umfassende Leasinglösungen sowie Limousine-Services nutzen. (sn)

 

Quelle :Autoflotte online
(Foto: Sixt)

16.12.2010

Teure Winterreifenpflicht

Satter Preisaufschlag bei Mietwagen

 

Autofahrer, die dieser Tage einen Leihwagen mieten wollen, müssen mit deutlich höheren Kosten rechnen als im Sommer. Der Grund dafür ist die Winterreifenpflicht. Denn viele Autovermieter machen aus dem, was der Gesetzgeber für Autofahrer vorschreibt, ein Zusatzgeschäft.

Die Preise, die Autovermieter ihren Kunden für ein mit Winterreifen ausgestattetes Fahrzeug in Rechnung stellen, variieren: Wer für das nächste Wochenende etwa bei Hertz in Hamburg einen Ford Focus bucht (von Freitag 16 bis Sonntag 16 Uhr), zahlt dafür 120 Euro. Immerhin 25 Prozent der Summe - also 30 Euro - gehen als Aufpreis für das "Extra" Winterreifen drauf. Was mancher Kunde als kleine Frechheit bezeichnen würde, nennt Hertz "kleine Zusatzgebühr". Mit Sommerreifen würde der Wagen 90 Euro kosten.

 

Auch die Konkurrenz von Europcar lässt sich die Winterreifenpflicht extra bezahlen. Für den gleichen Mietwagen (von Freitag 12 bis Montag 9 Uhr) fällt hier eine Gebühr von 135 Euro an - die Winterreifen, so heißt es bei der Anfrage, schlagen dabei mit zehn Euro pro Tag zu Buche. Eine Vermietung von Autos ohne Winterreifen sei "bei dieser Verkehrslage" gar nicht möglich.

Hertz nennt als Grund für den Aufschlag die Mehrkosten, die zusätzliche Pneus generell verursachen. "Wir berechnen eine Gebühr, da bei der Ausstattung eines Fahrzeugs mit Winterreifen neben den reinen Reifenkosten auch Kosten für das Umrüsten oder die Einlagerung entstehen", sagt Hertz-Geschäftsführerin Katrin Teichert. So argumentiert auch Europcar: "Wir müssen die Autos nachrüsten, die Sommerreifen teilweise einlagern, und wir müssen die Wagen zurückrüsten, wenn wir sie wieder an den Hersteller abgeben", erklärt Verena Schulz aus der Pressestelle.

 

Rüdiger Stumpf von der Stiftung Warentest hält die Preise zumindest für deutlich überzogen. In einem Test hat die Stiftung jüngst die Winterreifen-Konditionen von fünf großen Autovermietern untersucht. "Mit durchschnittlich 14 bis 15 Euro pro Tag sind die Aufschläge ziemlich hoch", kritisiert der Experte. Als Spitzenreiter erwies sich Sixt. Hier kosten Winterreifen 19 Euro pro Tag, während easyCar mit zwölf Euro den günstigsten Tagestarif bietet.

Zusatzgebühren sind zulässig

Aus wettbewerbsrechtlicher Sicht sind die Gebühren, die Autovermieter für Winterreifen erheben, offenbar zulässig. "Ich sehe da, sofern diese Kosten richtig ausgewiesen wurden, keinen Ansatz, den wir verfolgen könnten", sagt Kristina Mladenovic von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Vielmehr sollten die Verbraucher darauf achten, dass der Mietwagen mit einer entsprechenden Bereifung ausgerüstet ist." Weil Fahrzeuge nur bei winterlichen Verhältnissen mit entsprechenden Gummis auszurüsten sind, muss der Fahrer darauf achten, dass das Auto ordnungsgemäß ausgestattet ist. Andernfalls bestehe das Risiko, den Versicherungsschutz zu verlieren - und das kann wirklich teuer werden.

Die seit dem 4. Dezember geltende Winterreifenpflicht schreibt vor, dass Autofahrer bei Glätte und Schnee nur mit adäquaten Pneus unterwegs sein dürfen. Gemeint sind Winter- und Ganzjahresreifen mit M+S-Kennzeichnung ("Matsch + Schnee"). Wer weiterhin mit Sommerreifen fährt und von der Polizei erwischt wird, zahlt ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro. Wer deshalb andere Verkehrsteilnehmer behindert, muss 80 Euro berappen und bekommt einen Punkt in Flensburg.

 

Quelle: Spiegel-online

13.12.2010

Polizei sucht Flüchtigen

Polizei sucht

01.12.2010

Kapazitätsmanagement in der Autovermietung – was die Branche von den Airlines lernt

 

 

 

Gastkommentar von Roland Keppler,

Vorsitzender der Geschäftsführung

der Europcar Autovermietung GmbH

 

 

 

In diesem und dem vergangenen Jahr war in den Sommermonaten häufig von Mietwagenengpässen auf den Balearen zu lesen. Auch bei kurzfristigen Buchungen in Deutschland war manchmal kein Auto mehr zu bekommen. Was ist geschehen? Wieso sind die Fahrzeuge plötzlich so knapp?

Die globale Wirtschaftskrise hat das Geschäft der Mietwagenfirmen fundamental und nachhaltig geändert, weil sie vor allem auch die Automobilhersteller und Banken hart traf. Die Veränderungen in diesen beiden Branchen machten die Fahrzeuge für die Vermieter deutlich teurer. Das klingt zunächst paradox: Müssten durch die Absatzschwierigkeiten der Automobilhersteller die Vermieter nicht von traumhaften Einkaufspreisen profitieren?

Schauen wir genauer was passiert ist. Noch bis 2008 herrschte eine ausgewogene Symbiose zwischen Herstellern und Vermietern. Letztere nahmen den Autokonzernen Jahr für Jahr große Mengen an Neuwagen ab, erhöhten so die Zulassungszahlen und die Sichtbarkeit neuer Modelle im Markt. Zudem realisierten sie bezahlte Probefahrten einer äußerst attraktiven Zielgruppe. Im Gegenzug erhielten sie die Fahrzeuge zu sehr günstigen Preisen. Das führte zu Überkapazitäten und daraus resultierendem Preisverfall im Markt.

Zwischen Autovermietern und Herstellern sind Buyback-Verträge üblich, laut derer die Neuwagen nach sechs Monaten Laufzeit bei den Vermietern zurück an die Autokonzerne gehen. Durch die Abwrackprämie ist der Gebrauchtwagenmarkt während der Krise fast zum Erliegen gekommen. Die jungen Gebrauchtwagen, die von den Vermietern zurückkamen, waren den Herstellern deshalb höchst unwillkommen. Deshalb geben die Automobilkonzerne mittlerweile einerseits weniger Fahrzeuge an die Vermieter und sind andererseits bemüht, gleich beim Erstverkauf der Neuwagen an die Vermieter höhere Preise zu erzielen.

Durch die Bankenkrise und die daraus resultierende Kreditklemme hat sich zudem die Finanzierung der Flotte deutlich verteuert. Die Vermieter bekommen zusammengefasst also weniger Autos, die in zweifacher Hinsicht teurer geworden sind. Entsprechend muss inzwischen jedes Auto für die Vermieter deutlich mehr erwirtschaften als noch vor zwei Jahren. Dies lässt sich nur über eine effizientere Auslastung und höhere Mietpreise realisieren.

Deshalb steuern wir die vorhandene Flottenkapazität aktiv. Dabei steht die Werthaltigkeit des Geschäfts im Vordergrund. Wir schauen also zum einen auf die zu realisierenden Mietpreise, aber auch auf die Häufigkeit der Anmietungen und Loyalität unserer Kunden. Außerdem justieren wir die Preisgestaltung mittlerweile sehr flexibel: Ähnlich wie die Airlines steuern wir unser Preise tagesaktuell und regional differenziert nach Angebot und Nachfrage. Im Laufe der vergangenen Monate ist die Fahrzeugkapazität im gesamten Vermietmarkt um gut 20 Prozent reduziert worden. Entsprechend übersteigt die Nachfrage teilweise das Angebot und wir können die Preiserhöhungen bei unseren Kunden durchsetzen.

Hier besteht natürlich einiger Diskussionsbedarf mit unseren Firmenkunden, da die in den letzten Monaten ihre Reiserichtlinien eher verschärft haben und durch professionelles Travel Management versuchen Reisekosten zu reduzieren. Meines Erachtens müssen die Firmen aber darauf achten, dass sie Kostensenkungen nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter austragen.

Mobilität hat ihren Preis, vor allem wenn man auf Komfort und Qualität achtet. Nur ein Mitarbeiter, der ausgeruht und nicht völlig strapaziert am Reiseziel ankommt, kann für seinen Arbeitgeber vor Ort einen wichtigen Beitrag leisten. Von daher halte ich wenig von zu extremem Downsizing bei der Wahl von Hotelzimmern, Flugsitzen oder Mietwagen.

 

Quelle: Dow Jones Deutschland